Hedgefonds

Alternative für Anleger

Von Jürgen Ackermann · 2016

Hedgefonds setzen in hohem Mass auf Fremdfinanzierung und eignen sich besonders für institutionelle Investoren.

Sie sind eine spezielle Art von Investmentfonds und durch eine spekulative Anlagestrategie gekennzeichnet. Die Rede ist von Hedgefonds, die spätestens seit Beginn der Turbulenzen um den Euro auch einem breiten Publikum bekannt sind. 

Hedgedachfonds zur Absicherung

Hedgefonds im klassischen Sinne wurden nicht als Publikumsfonds, sondern für institutionelle Anleger konzipiert. Ähnlich wie Dachfonds in andere Investmentfonds investieren, gibt es auch Hedgedachfonds, die ihr Anlagekapital in unterschiedliche Hedgefonds investieren, um so die angestrebte Diversifikation zu erreichen. Insofern sind Hedgefonds vor allem für Anleger geeignet, die ihr Kapital weit streuen wollen und sowohl einen besseren Ertrag ihres eingesetzten Geldes als auch eine bessere Absicherung gegen Risiken anstreben.
Zurückzuführen ist die Bezeichnung «Hedgefonds» auf bestimmte Finanzderivate und Strategien, wie etwa Leerverkäufe, die von diesen Fonds gern genutzt werden. Denn diese heute oftmals spekulativ eingesetzten Instrumente waren ursprünglich einmal aus dem Bedürfnis heraus entwickelt worden, ein Portfolio gegen Verluste aufgrund bestimmter Marktentwicklungen abzusichern.

Fonds setzen auf Leverage-Effekt

Ein weiteres typisches Merkmal von Hedgefonds ist, dass sie in wesentlich grösserem Umfang als andere Fonds auf Fremdfinanzierung setzen. Dabei verfolgen sie das Ziel, ihre Eigenkapitalrendite mithilfe des so genannten Leverage-Effekts zu steigern beziehungsweise zu «hebeln». Das ist immer dann möglich, wenn der für die Fremdfinanzierung zu entrichtende Zins niedriger ist als die mit der finanzierten Investition erzielte Rendite. Eine stärkere Fremdfinanzierung bringt jedoch nicht nur die Chance auf eine höhere Eigenkapitalrendite, sondern auch höhere Finanzierungsrisiken mit sich.
Viele Hedgefonds haben ihren Sitz an sogenannten Offshore-Finanzplätzen. Ausschlaggebend dafür sind nicht nur steuerliche Gründe, sondern in starkem Masse auch die an diesen Standorten meist deutlich liberalere Kapitalmarktgesetzgebung, die den Fonds einen grösseren Handlungsspielraum gewährt.