Investmentfonds

Rekord bei nachhaltigen Anlagen

Von Jürgen Ackermann · 2016

In der Schweiz, in Österreich und in Deutschland werden derzeit rund 300 grüne beziehungsweise ethische Investmentfonds gehandelt.

Immer mehr Sparer setzen auf nachhaltige Geldanlagen. Auch in der Schweiz, denn nach Angaben des «Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.» erreichte dieser Markt in der Eidgenossenschaft Ende 2014 ein Rekordvolumen von 71,3 Milliarden Franken. Das war ein Plus von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei nachhaltigen Anlagen haben Investoren nicht nur gute Renditen im Auge, sondern wollen gleichzeitig auch etwas Positives für Umwelt und Gesellschaft leisten.

Chancen und Risiken prüfen

Dafür bieten sich Ökofonds und Aktien «grüner» Firmen an. Oder man setzt auf Anleihen, Genussscheine oder Crowdinvesting für Projekte und Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Wie bei anderen Anlagen auch gilt auch bei nachhaltigen Investments, dass man die Chancen und Risiken zuvor umfassend prüfen sollte.
Besonders bekannt sind Fonds, die in regenerative Energien investieren. In der Schweiz, Österreich und in Deutschland werden rund 300 grüne beziehungsweise ethische Investmentfonds, wie Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder Exchange Traded Funds (ETF), gehandelt. Allerdings sind Begriffe wie etwa «nachhaltig» oder «klimafreundlich» nicht einheitlich definiert. Deshalb versteht jeder Anbieter etwas anderes darunter. So existieren Fonds mit sehr strengen Definitionen, andere Fonds legen den Begriff «nachhaltig» eher weit aus (Beispiel: Best-in-Class-Ansatz). Im schlimmsten Fall nutzen Anbieter eine schwammige Definition als Deckmantel für überhaupt nicht nachhaltige Investments. 

Unterschiedliche Definitionen

Anleger können sich aber anhand der Verkaufsprospekte zumindest teilweise über die jeweiligen Definitionen informieren und prüfen, ob diese sich mit den eigenen Vorstellungen decken. Zudem enthalten die Halb- und Jahresberichte der Fonds Angaben darüber, in welche Wertpapiere wie viel Geld geflossen ist. Auf diese Weise können Investoren etwa anhand konkreter Aktienkäufe nachvollziehen, wie die oftmals abstrakten Definitionen in der Praxis umgesetzt werden.