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Unternehmensbeitrag / Interview

Rohstoff-Hausse stärkt Emerging Markets

Von MainFirst · 2016

Die Schwellenländer werden weiter wachsen,
ist sich Cornel Bruhin, Fondsmanager des MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und des MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund bei MainFirst sicher.

Im vergangenen Jahr haben sich die Emerging Markets ausgesprochen gut entwickelt.
Wird dieser Trend anhalten?

Der positiven Entwicklung der Schwellenländer liegt ja vor allem der Anstieg der Rohstoffpreise zugrunde. Die Preise für viele Rohstoffe – darunter Edel- oder Industriemetalle wie Gold, Silber, Kupfer oder Zink, aber auch Agrarprodukte wie Zucker – sind enorm gestiegen, haben sich teilweise gar verdoppelt. Und diese Rohstoff- Hausse stärkt die Schwellenländer.

Weil sie auch als Rohstoffproduzenten aktiv sind?

Genau. Viele Schwellenländer verfügen über umfangreiche Rohstoffvorkommen. Unternehmen, die diese Rohstoffe fördern, profitieren derzeit gleich doppelt. Nicht nur die steigenden Rohstoffpreise machen sich bemerkbar, auch die Marge zwischen Förderkosten und Verkaufserlös wird grösser. Denn die Unternehmen bezahlen ihre Mitarbeiter in der Landeswährung. Gleichzeitig werden die Rohstoffe aber in US-Dollar gehandelt, der zurzeit gegenüber den Landeswährungen aufwertet.

Was halten die Investoren von dieser Entwicklung?

Für die institutionellen Investoren sind die Emerging Markets schon heute sehr attraktiv – die privaten Investoren sind aber noch skeptisch. Das ist verständlich, haben wir doch während der vergangenen Jahre in diesem Segment einen Bärenmarkt erlebt. Der ist aber seit Februar diesen Jahres passé. Die zu erzielenden Renditen in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern sind weiterhin äusserst attraktiv und offerieren ein attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis.

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat die Emerging Markets aber wieder ins Wanken gebracht.

Die Unsicherheit ist da, aber sie ist übertrieben. Seit der US-Wahl ist nicht so viel passiert, wie die Märkte befürchtet haben. Das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta wird die Trump-Regierung nun wohl doch nicht anrühren. Und das geplante Konjunkturpaket stützt die Rohstoffpreise – und damit die Produzenten in den Schwellenländern und die Staatsbudgets dank höherer Einnahmen.

Für welche Volkswirtschaften sehen Sie denn besonderes Potenzial?

Wir haben uns im vergangenen Jahr aus den Märkten in Russland und Asien eher zurückgezogen und uns vor allem auf Lateinamerika konzentriert. Da sind wir derzeit zu über 60 Prozent investiert. Vor allem Brasilien ist für uns sehr attraktiv. Dort werden nicht nur Hartmetalle, sondern auch Kaffee, Zucker und Fleisch produziert. Aber auch in Argentinien, das seit dem Staatsbankrott 2001 von den Kapitalmärkten ausgeschlossen war, sehen wir grosses Potenzial. Beide Staaten werden im kommenden Jahr wieder wachsen. In Peru hat das Wachstum dagegen schon in diesem Jahr angezogen. Nicht nur Gold, Silber und Zink, sondern auch viele Lebensmittel wie Heidelbeeren und Mangos, die man auch hier im Supermarkt kaufen kann, kommen aus Peru. Ausserdem sind wir derzeit stark in Kolumbien, Guatemala, Mexiko, Panama und Uruguay investiert. In Venezuela dagegen halten wir nur eine symbolische Position.

Welche Rolle spielt die Politik allgemein für Ihre Investitionsentscheidung?

Die politische Entwicklung ist eine wichtige Entscheidungsgrösse bei der Festlegung der Länderquoten. Bei Einzelinvestitionen spielt sie aber eine eher untergeordnete Rolle. Denn egal, welche Regierung zum Beispiel in einem ölfördernden Land an der Macht ist, sie wird weiterhin auf den Export des Öls setzen, um Devisen zu bekommen. Politische Risiken können wir zwar nicht ausschliessen, aber wir sind derzeit in 40 Ländern investiert und gut diversifiziert – so sind diese Risiken handhabbar.

Für welche Länder ausserhalb Lateinamerikas sehen Sie Potenzial?

Afrika ist ebenfalls ein grosser Profiteur der Rohstoff-Hausse. Viele afrikanische Staaten sind grosse Rohstoffproduzenten. Vor allem in Ländern wie Nigeria, Marokko, Angola, Südafrika, Namibia oder Kamerun sind wir investiert. Aber auch Indonesien, Vietnam, Kasachstan und Aserbaidschan erachten wir als attraktiv. Wir erwarten für eine Vielzahl von Ländern 2017 stärkeres Wachstum. Zudem ist die Welt im kommenden Jahr erstmals wieder gleichgeschaltet. Denn nicht nur die Schwellenländer, auch Europa und die USA erwarten höhere Wachstumsraten – und wollen verstärkt in die Infrastruktur investieren. Die Infrastrukturinvestitionen wiederum befeuern die Rohstoffmärkte.

Im Interview

Cornel Bruhin
Fondsmanager MainFirst Emerging Markets
Corporate Bond Fund Balanced und MainFirst
Emerging Markets Credit Opportunities Fund
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